Folieneigenschaften

Thermoplastische Kunststofffolien lassen sich stofflich in polare und unpolare Materialien einteilen. Der Unterschied liegt im Gehalt an Heteroelementen (Sauerstoff, Stickstoff, Chlor), je höher dieser ist, desto polarer ist das Material. Mit der Polarität verbessern sich die mechanische Festigkeit und die Bedruckbarkeit, aber auch die Wasserdampfdurchlässigkeit nimmt zu, während die statische Aufladung sinkt. Hochfeste Packstoffe mit guter Feuchtebarriere sind deshalb fast immer Verbunde aus polaren (z. B. PA) und unpolaren (z. B. PE) Polymeren. Für eine hinreichende Verbundhaftung werden häufig Copolymere in Form von Dispersionen oder Hotmelts eingesetzt, bei der Coextrusion auch als eigenständige Schicht. Die Polarität beeinflusst ebenfalls wesentlich die thermischen Eigenschaften (Glasübergang, Schmelzindex) und die Kristallisationsneigung. Zur Charakterisierung der genannten Eigenschaften, aber auch zur Untersuchung der Copolymerzusammensetzung eignen sich u. a. Methoden der thermischen Analyse (DSC, TGA).